Behindertengerechter Urlaub
Ganz schön behindert…
… wenn man ständig auf Hindernisse trifft, die den Urlaub zum Alptraum machen können. Da eine Treppe, dort eine hohe Schwelle, da ein kaputter Fahrstuhl, und schon kann man den Traum vom unbeschwerten Urlaub vergessen. Menschen mit Behinderung bekommen aber doch immer mehr Beachtung durch Urlaubsveranstalter. Es gibt mittlerweile eine ganze Branche, die sich ausschließlich der Zielgruppe der Menschen mit Behinderung verschrieben hat. Auch das Hotelgewerbe stellt sich immer mehr auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern etc ein. Auch gibt es in ganz Europa viele behindertengerechte Ferienwohnungen und Ferienhäuser.
In vielen Regionen benötigen Menschen mit Behinderung im Urlaub oft noch eine Begleitperson, seien es Sehbehinderte oder Rollstuhlfahrer.
Oft bieten Urlaubsveranstalter Reisen speziell für Menschen mit Behinderung an und organisieren dafür barrierefreie Unterkünfte, Begleitpersonen und spezielle Angebote.
Barrierefreiheit, behindertengerechte Einrichtung und das Angebot eventueller Begleitpersonen – das bedeutet behindertengerechter Urlaub. Nordsee, Ostsee, die deutschen Mittelgebirge, die Niederlande oder auch Frankreich – die Liste der Regionen ist lang, in die sich eine Reise für Menschen mit Behinderung lohnt. Möglich sind auch behindertengerechte Städtereisen. Hamburg, Berlin, München, Dresden sind dabei beliebte Ziele.
Schon bei der Anreise zum Urlaubsort können sich Menschen mit Behinderung auf die Hilfe der Transportunternehmen verlassen. Bei der Reise mit dem Zug kann beispielsweise eine Einstieghilfe angefordert werden, es gibt extra ausgewiesene Sitzplätze. Auch die Fluggesellschaften bieten einen Service für Rollstuhlfahrer.
Bei der Auswahl der Unterkunft sind barrierefreie Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Pensionen oder Hotels das A und O. Das bedeutet keine Türschwellen, Treppenlifte oder Fahrstühle, breite Durchgänge, behindertengerechte Badausstattung usw.
Gerade für Kinder und Jugendliche mit Behinderung können Integrationscamps, in denen sie gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern ihre Ferien verbringen, sehr attraktiv sein. Im übrigen auch für letztere.
Ein Urlaub im Rollstuhl kann also doch ein Traumurlaub sein, wenn man die richtigen Vorbereitungen trifft und sich vorher gut informiert.